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Lebensberichte

Daniel (34)


Den grössten Teil meines Lebens lebte ich einfach so vor mich hin ohne zu realisieren, dass ich eigentlich total unglücklich bin. Mein Unglück kumulierte sich, und es wurde mir alles zu viel. Ich war mit meinem Leben überfordert und völlig verunsichert. Im Alter von 21 Jahren kam ich in Kontakt mit einem Bekannten, der aktiv und bekennend an Jesus Christus glaubte. Wir hatten ein längeres Gespräch, an dessen Inhalt ich mich im Einzelnen nicht mehr erinnern kann. Rückblickend ist mir klar geworden, dass Gott, der Vater, mir durch diesen Bekannten ins Gewissen geredet hat.
Danach dauerte es noch viele Jahre, bis ich das Evangelium in seiner direkten und persönlichen Bedeutung für mein Leben begriff. Dazu gehörte, dass ich realisierte genauso ein Sünder zu sein wie jeder andere Mensch und dass auch ich Vergebung vor Gott brauche. Ich bin heute dankbar dafür, dass ich damals verstehen durfte, dass ich diese persönliche Vergebung meiner Sünden in Jesus Christus erhalten konnte, weil er für mich am Kreuz von Golgatha gestorben ist. In einem einfachen Gebet wandte ich mich an Jesus Christus und durfte danach wissen, dass mir meine Sünden vergeben sind.
Es ist wunderbar, die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist ins Herz ausgegossen empfangen zu haben und nun mit der Gewissheit einer persönlichen Beziehung zu Gott zu leben. Mein Leben hat sich seither innerlich grundlegend verändert, und ich kann bezeugen, dass ich nie mehr zurück möchte.




Severin (34)


Jesus ist mir in meinem Leben schon auf so viele Weisen nachgegangen, dabei wollte ich doch gar nichts von Ihm wissen. Jesus habe ich irgendwie für mein Christsein nicht gebraucht. Vielleicht kennst du das. Aber meine Gedanken haben sich immer nur um mich selbst gedreht. Im besten Fall wollte ich selber der Gute sein vor Gott und den Menschen. Jesus ist mir nachgegangen. Ich erinnere mich, dass ich als Jugendlicher öfters mit jemandem zu tun hatte, der von Jesus erzählt hat. Aber mehr, als dass er Jugend-Bibelstunden abgehalten hat, weiss ich nicht mehr. Auch nicht, worüber wir damals genau gesprochen haben. Das nächste Mal, dass Jesus in mein Leben getreten ist, war viele Jahre später, nach meinem Studium. Meine Freundin war zum Glauben an Jesus gekommen und erzählte mir immer, was sie in der Bibel gelesen und daraus erkannt hatte. Sie war es auch, die mich einmal in unseren Gesprächen über den Glauben gefragt hat, was Jesus eigentlich für meinen Glauben bedeuten würde. Meine Antwort war: „nichts“. Ich merkte aber, dass sie in ihrem Glauben etwas hatte, das ich nicht hatte. Trotzdem hielt ich mich für einen Christen. Jesus ist mir weiter nachgegangen. Ein Jahr darauf, als ich in Zürich eine Einladung in die Teestube erhalten hatte, fragte mich das erste Mal jemand, ob ich überhaupt errettet sei. Da hatte ich gerade angefangen, auf dem Arbeitsweg regelmässig in einer kleinen Gideon-Bibel zu lesen. In der Teestube dann habe ich gerne zugehört und mir aus der Bibel erzählen lassen. Damals habe ich mich selbst immer noch für gläubig gehalten, aber auch gemerkt, dass die Menschen dort in dieser Teestube eine Gewissheit und eine innere Ruhe hatten, die ich selber so nicht kannte. An einem Teestuben-Abend bin ich mit den Worten verabschiedet worden: „Du hast jetzt schon viel gehört über das Evangelium. Lies doch einmal selber den Römerbrief. Da steht alles drin.“ In meiner Gideon-Bibel war ich noch nicht so weit gekommen. Aber am nächsten Tag habe ich mich daran gemacht, den Römerbrief zu lesen. Im letzten Vers des Kapitels 14 angekommen, war es, als wären mir die Augen aufgegangen über die Frage: Warum Jesus?
„Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde“. Weg war meine Vorstellung vom lieben Gott und guten Menschen. Ich hatte verstanden, dass ich ein Sünder war und voller Selbstgerechtigkeit und Eigenwillen und dass ich ohne Vergebung so vor Gott stand. Ich habe aber auch verstanden, dass Jesus eben gerade für mich und meine Sünden am Kreuz gestorben ist. Darauf kniete ich an meinem Bett vor Gott nieder und sagte Jesus alles im Gebet, flehte um Vergebung und nahm Ihn in mein Leben auf. Da fiel mir eine Last von den Schultern und ich wusste auch, dass mir Jesus jetzt vergeben hat! Seitdem weiss ich, dass die Bibel Gottes Wort ist. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich wie Jesus mich gesucht und gefunden hat, auch wenn ich lange nichts von ihm wissen wollte.




Hanspeter (63)


“Er ist halt in der Pubertätsphase”, tröstete der Pfarrer meine besorgte Mutter, als ich sonntags nicht mehr in die Kirche mitgehen wollte. Damals begann ich, mir meine eigene Meinung über Kirche und Religion zu machen. Gott wurde für mich lediglich ein abstrakter Begriff für das Gute und die Moral, welche auch – so dachte ich – in nicht religiösen Formen ausgelebt werden können.
Mein Interesse galt nun den auf der menschlichen Vernunft basierenden Naturwissenschaften. Wie ein trockener Schwamm sog ich die gängigen Theorien der Entstehung des Universums und des Lebens auf. Vom Urknall bis zum hochentwickelten Homo Sapiens – mein Weltbild musste so weit wie möglich naturwissenschaftlich erklärbar sein. Die Fragen: Gibt es eine höhere Macht (Gott)? Hat das Leben einen höheren Sinn? galten für mich angesichts der widersprüchlichen Auffassungen in den verschiedenen Weltreligionen und Glaubensgemeinschaften als unbeantwortbar.
Im Laufe meiner Studienzeit und danach kam es etliche Male zu Begegnungen mit Menschen, die sich selbst als “Christen” bezeichneten und mich auf die Bibel hinwiesen. Mit dem Vorwand “ich bin schon katholisch” gab ich zu bemerken, dass mir in dieser Richtung nichts fehle und ich im Übrigen meine Lebensüberzeugung schon gefunden hätte.
Aus dem Wunsch, einen Beitrag für die Not in dieser Welt zu leisten – was mir wesentlich wichtiger schien, als sich mit theologischen Fragen zu beschäftigen – arbeitete ich für eine internationale humanitäre Organisation in Kriegsgebieten. Die Arbeit erfüllte mich und gab mir eine gewisse innere Befriedigung, einmal nicht nur schöne Worte geredet, sondern auch Taten vollbracht zu haben. Zurück in der Heimat genoss ich bei manchen meiner Freunde Ansehen und Bewunderung. Hinter den Kulissen sah es aber anders aus. Mein Gewissen klagte mich an wegen unrechten Dingen, die ich getan hatte. Nach einem Unfall im Auslandeinsatz litt ich auch unter psychosomatischen Störungen, die mich bei meiner beruflichen Arbeit behinderten. Mit Sport und autogenem Training versuchte ich mein körperliches und seelisches Wohlbefinden wieder in den Griff zu bekommen.
Mehr aus Neugierde folgte ich der Einladung zu einem Film- und Vortragsabend einer christlichen Versammlung, welche mir “en passant” auf der Strasse in die Hand gedrückt wurde. Ich war erstaunt, dass es heute noch Leute gibt, die den Aussagen der Bibel vollen Glauben schenken. Mich begannen Fragen zu beschäftigen, wie: Ist Jesus wirklich die einzige Wahrheit? Er sagt ja von sich selbst: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben” (Johannes-Evangelium 14,6). Sind die Berichte der Bibel zuverlässig oder eher Legenden? Ich besuchte nun regelmässig die Bibelbetrachtungen dieser Versammlung und überprüfte das Gesagte, indem ich selbst viel in der Bibel las. Mit zunehmendem Verständnis erkannte ich, dass dieses Buch weder in sich selbst noch mit wirklich überprüfbarer Wissenschaft im Widerspruch steht. Besonders die Geschichte und das Schicksal des Volkes Israel, im Lichte der Bibel gesehen, öffneten mir die Augen. Es wurde mir klar, dass Gott durch dieses Volk und diese überlieferten Schriften zu uns Menschen redet.
Mit der Zeit erkannte ich aber auch den Anspruch der biblischen Aussagen an mein persönliches Leben und dass ich Vergebung meiner Schuld vor Gott brauchte. Mit Schuld meine ich nicht ein paar Kavaliersdelikte, sondern mein ganzes Leben, welches ich nach eigenem Gutdünken und Besserwissen, ohne nach Gott zu fragen, bis dato geführt hatte.
Eines Morgens stand ich auf, kniete am Bettrand nieder und bekannte Jesus Christus meine ganze Not und Schuld. Ich bat ihn um Vergebung und vertraute ihm mein Leben an. Heute weiss ich, dass ich durch diese Annahme seiner Gnade im Glauben und nicht durch eigene Bemühungen errettet bin (Titus-Brief 3,5), weil Jesus, der Sohn Gottes, auch für mich stellvertretend am Kreuz gestorben ist. Diese wunderbare Gnade beinhaltet ein neues Leben, das hier auf dieser Erde beginnt und nach dem Tod in das ewige Leben münden wird.
Zurückschauend über eine Zeit von fast 40 Jahren kann ich bezeugen, dass sich ein Leben mit Jesus lohnt. Ich durfte in allen Lebensbereichen seine Führungen und Gnade immer wieder erfahren.




Anna-Lea (25)


Hallo, mein Name ist Anna-Lea und ich bin 25 Jahre alt.
Ich möchte euch gerne erzählen, wie ich zum Glauben an den unsichtbaren und gerechten Gott gekommen bin.
Schon als Kind durfte ich einiges über Gott und den Herrn Jesus hören. Da ich als Kind fürchterliche Albträume hatte, kam ich auch deshalb auf die Idee, zum Herrn Jesus zu beten. Denn ich hatte gehört, dass er, von dem Pilatus damals gesagt hatte «Ich finde keine Schuld an diesem Menschen», ans Kreuz gehängt wurde. Drei Stunden hing er dort, wo völlige Finsternis ihn umgeben hatte.
Dann, wenn die Albträume aufkamen und ich so verängstigt war über dem, was ich sah, dachte ich an den Herrn Jesus, wie er drei lange Stunden von der Finsternis umgeben war und ich wusste, dass er alles gesehen hatte, was ich in diesem Moment sah und noch mehr. Und ich wusste noch etwas: Dieser Jesus war gestorben; doch am dritten Tag ist er auferstanden und vielen Menschen erschienen.
Ich wusste deshalb, dass er stärker war als alles, was ihn dort am Kreuz in diesen drei Stunden umgeben hatte, und so betete ich: "Herr Jesus, ich weiss, dass Du stärker bist, hilf mir!" In dem Moment trat Ruhe ein. Alle Bilder waren weg. Ich staunte und dankte und durfte einschlafen.
Die Albträume kamen aber wieder. Jedes Mal, wenn ich betete, half mir der Herr Jesus und machte mich ruhig. Meine Eltern können sich erinnern, dass ich damals an mehreren Abenden immer betete, dass ich ein Kind Gottes werden möchte. Sie liessen ein paar Abende verstreichen, um sich zu vergewissern, dass es mir ernst war. Ich war damals fünf Jahre alt.
Eines Sonntagnachmittags fragte mich dann mein Vater, ob ich wirklich ein Kind Gottes werden wolle. Ich bejahte. Wir gingen zusammen in sein kleines Büro zu Hause. Ich war schon ganz aufgeregt, dass ich nun endlich ein Kind Gottes werden durfte. Aber mein Vater ist Akademiker und von eher rationaler als emotionaler Natur. Deshalb hat er erst einmal ein Papier genommen und mich gefragt, was ich denn über Gott und Jesus wisse. Ich habe geantwortet dass Gott gerecht sei und wir nicht mit ihm Gemeinschaft haben könnten, und dass Jesus deshalb starb und alle Sünden auf sich nahm, damit wir rein sind vor Gott.
Mein Vater fragte mich, ob ich denn ungerecht sei, ob ich ein Sünder sei. Ich sagte ja, aber tief in mir wusste ich nicht richtig, was ein Sünder eigentlich ist. Ich wusste lediglich, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, wenn ich etwas Dummes gemacht hatte. Mein Vater nahm das Papier und liess mich aufschreiben, was mir in den Sinn kam, von dem ich wusste, dass es nicht richtig war.
Danach erklärte er mir noch einmal genau, warum Jesus für mich gestorben ist. Wir beteten und ich übergab Gott mein Leben. Nach dem Gebet nahm mein Vater das Papier und zerriss es in ganz kleine Schnipsel und sagte, Gott wird dem nicht mehr gedenken, er hat all das, was du aufgeschrieben hast und noch mehr, vergeben.
Dann machte er eine Faust und sagte, versuch sie zu öffnen. Ich schaffte es nicht und gab auf. Da sagte mein Vater: "Siehst du, so fest hält dich Jesus, denn Jesus hat versprochen, dass alles, was der Vater ihm gibt, zu ihm kommen wird und wer zu ihm kommt, den wird er nicht hinausstossen (Johannes 6,37). Niemand wird uns aus seiner Hand rauben (Johannes 10,28)."
Seit diesem Tag habe ich nie den Hauch eines Zweifels, dass ich Kind Gottes bin. Dies bedeutet ewiges Leben in Christus Jesus durch Gnade. Ich durfte als fünfjähriges Kind ein Kind des himmlischen Vaters werden, weil ich keine Werke tun muss, um in den Himmel zu kommen. Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit (Römer 10,4).
Selbst wenn du dich als gerechter Mensch fühlst, die Bibel sagt, dass bei Gott kein Ansehen der Person ist, glaub an den Herrn Jesus, der für dich und mich gestorben ist und verbringe den Rest deines Lebens und die Ewigkeit mit Ihm.




Joel (33)


Ich bin Joel, 33-jährig, und möchte Dir nachfolgend kurz berichten, wie ich zum Glauben an Jesus Christus gekommen bin. Schon von klein auf haben meine Eltern meine Schwester, mich und meinen Bruder jeweils sonntags in eine christliche Gemeinde mitgenommen. So bin ich also in einem christlichen Umfeld aufgewachsen und habe schon früh von Gott und Jesus gehört. Für mich war es nie ein Zwang mitzugehen. Im Gegenteil, ich freute mich immer wieder, dort meine Freunde zu treffen und mit ihnen zu spielen und Geschichten aus der Bibel zu hören. Ich war ein ziemlich wilder und frecher Junge und habe wohl so oft die Nerven meiner Eltern und anderer strapaziert. Im Kindergartenalter konnte ich mich dann genügend ruhig verhalten, sodass ich mich mit der Zeit während des Gottesdienstes zu meinen Eltern – in die zweithinterste Sitzreihe - setzen durfte. So beobachtete ich den Ablauf und lauschte den gesungenen Liedern und hatte über die Zeit hinweg auch meine Lieblingslieder. Ich konnte bereits vor der ersten Schulklasse etwas lesen und sah es als besondere Herausforderung an, den Liedtexten in den Liederbüchlein in Echtzeit zum Gesang zu folgen. Mein Lieblingslied, welches oft von einem gewissen Herbert (für uns ist er “Herbi”) gewünscht wurde, war das Lied Nr. 202. Einerseits hat mich die Melodie angesprochen, andererseits aber auch der Liedtext. So heisst es im Refrain: “Am Kreuz trug Er meine Schuld, Sein Blut macht hell mich und rein…” Damals, 8-jährig und sing-freudig, dachte ich mir: Eigentlich möchte ich hier auch mitsingen und ich weiss, dass dies auch für mich gilt, aber nur, wenn ich dies auch ganz bewusst für mein Leben in Anspruch nehme. Ich wollte dies unbedingt auch von mir sagen können! Noch am selben Sonntag habe ich Jesus in mein Leben eingeladen und dieses Geschenk der Schuldvergebung ganz persönlich für mich in Anspruch genommen. Mir war klar, dass ich ein sündiges Herz hatte und dass Jesus mir dieses rein gewaschen hat. Von diesem grossen Ereignis habe ich dann aber nicht sofort meinen Eltern erzählt. Zu Hause hatten meine Eltern die Gepflogenheit, bevor wir Kinder schlafen gingen, uns am Bettrand noch einen Bibelvers vorzulesen. So kam es, dass wir kurz nach meiner Bekehrung einen Vers lasen, in dem es heisst: “Wer den Sohn Gottes (Jesus) hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, auf dass ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt.” (1. Johannesbrief 5.12-13) Mein Kommentar (sinngemäss) dazu zu meinen Eltern war: “Das gilt nun auch für mich: Ich habe Jesus in mein Leben aufgenommen und ich weiss, dass ich ein Kind Gottes bin.” Auch wenn rein äusserlich eher unspektakulär, kann ich diese Bekehrung bei Weitem als das wichtigste Ereignis bzw. die wichtigste Entscheidung in meinem Leben bezeichnen. Ich kann bezeugen, dass auch ein 8-jähriger Junge sich bewusst sein kann, dass er ein Sünder ist, Vergebung braucht und diese Vergebung nur Jesus geben kann, der am Kreuz von Golgatha für unsere Sünden gestorben ist und der uns frei macht und uns rein wäscht. Gott hat mich gesehen, dort in der zweithintersten Sitzreihe und hat mich zu sich gezogen und ich durfte dieses Heil einfach annehmen. So heisst es in diesem Lied Nr. 202 weiter: “Sanft hat seine Hand mich berührt, Er sprach: ‘Oh mein Kind du bist heil’.” Ja, ich war ab sofort Gottes Kind! Was aber nicht heisst, dass sich nach meiner Bekehrung alles schlagartig verändert hat in meinem Leben; ich habe weiterhin als frecher und wilder Junge die Nerven meiner Eltern und anderer strapaziert - ich war und bin eben ein Kind im stetigen Wachstum. In unserer Gemeinde steht gross an der Wand: “Jesus verändert” - ja, Jesus soll und darf mich weiter verändern! Ich wünsche jedem Menschen, dass er/sie, egal in welchem Alter (aber lieber früh als zu spät), Gott in Jesus Christus begegnet und dieses Geschenk annimmt - es lohnt sich!




Marco (52)


Schon als Kind hatte ich geglaubt, dass es Gott gibt und auch zu beten war mir nicht fremd. Trotzdem hatte ich eine beständige innere Unruhe und viele Ängste. Woher diese kamen, wusste ich nicht. Als ich 20 Jahre alt war, nahm mich eine Freundin zu einem Anlass einer christlichen Sportlervereinigung mit. Ein Mann sprach dort in ganz einfachen Worten. Er sagte, dass in einem Menschen, der Jesus nicht hat, eine innere Leere sei. Diese Worte sprachen mich zwar persönlich an, doch meine eigenen Vorstellungen von erfülltem Leben waren anders: Eine Familie, eine erfolgreiche Berufskarriere, gute Freunde und Sport. Und auch wenn sich in meinem Leben äusserlich vieles so entwickelte, wie ich mir das wünschte, so blieb doch in meinem Innern diese Unruhe, und aller Erfolg und alles Glück vermochten diesen inneren Zustand nicht zu ändern. Im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung kam ich mit Psychologie in Kontakt. In der Folge las ich einige Bücher darüber. Darin sah ich eine Hilfe, meine innere Unruhe in den Griff zu bekommen und meinem Leben selbst einen Sinn zu geben. Aber stattdessen schien mir das Leben immer komplizierter und hoffnungsloser. Immer mehr stiess ich an Grenzen. Sowohl beruflich wie auch privat ging ich durch einige Tiefen. In dieser Zeit sagte mir eine Bekannte: «Jesus ist der einzige Weg in den Himmel». Auf diese Aussage reagierte ich sehr verärgert, denn mir schien es vorrangig ein «guter Mensch» zu sein. Jesus ging mir weiter nach. Immer wieder hatte ich Kontakt mit gläubigen Christen. In einer Familie war ich häufig zu Besuch. Ihr Umgang unter einander war geprägt von Liebe und Barmherzigkeit, und ich war gerne mit ihnen zusammen. Da war etwas, das mich anzog, und ich merkte sehr gut, dass diese Menschen einen Frieden hatten, den ich nicht kannte. Zu meinem 30. Geburtstag kamen viele Freunde zu meiner Geburtstagsfeier. In Gruppen wurden gemeinsame Erlebnisse gesammelt und dann vorgetragen. Komplimente hätte ich gerne angenommen, aber an diesem Abend erzählten meine Freunde Dinge, die mir peinlich waren und die ich eigentlich lange schon hinter mir lassen wollte. Sie wollten zum Ausdruck bringen, dass wir lustige Zeiten hatten. Aber mir war nicht mehr zum Lachen zu Mute, denn mein inneres Elend stand mir jetzt so klar vor Augen, und ich dachte: «Marco, wenn sich in deinem Leben nicht etwas ändert, dann endest du im Abgrund!» Den Abend brachte ich mit Mühe hinter mich und ich war froh, als alles vorüber war. Am Montag darauf, es war der 12. Januar 1998, war ich alleine zu Hause. All das Geschehene ging mir nahe, und ich war sehr traurig. Christen hatten mir zum Geburtstag ein Buch geschenkt, und ich begann darin zu lesen. Die Aussage, dass Gott mich bedingungslos liebt, hat mich innerlich sehr getroffen. Ja, Gott ist so, er liebt mich bedingungslos. Daran konnte ich nicht mehr zweifeln, und meine inneren Widerstände gegen Gott lösten sich. Weiter wurde erklärt, dass Gott seinen Sohn für meine Sünden am Kreuz hingegeben hat. Zum ersten Mal konnte ich wirklich verstehen, dass Jesus für meine Sünden gestorben war. Es wurde gezeigt, dass Jesus der Einzige ist, der mich erlösen kann, weil nur er für meine Sünden am Kreuz von Golgatha gestorben ist und ich ihn durch ein einfaches Gebet in mein Herz aufnehmen konnte. Jetzt war ich bereit zu diesem Schritt. Ich kniete vor meinem Bett nieder und konnte aus Herzensüberzeugung zu Jesus beten. Ich gab zu, dass ich ein Sünder bin und mich nicht selbst erlösen kann, dass ich schwach bin und dass ich ihn brauche. Dann habe ich Jesus in mein Herz aufgenommen und es kam eine unbeschreibliche Freude in mein Herz hinein. Wie leicht und einfach war alles plötzlich. Es ging alleine darum, Jesus als meinen persönlichen Retter aufzunehmen. Mein Hauptproblem waren nicht diese oder jene Sünden, die ich getan hatte, sondern, dass ich verloren war und ohne Jesus gelebt hatte. In Jesus fand meine unruhige Seele Frieden. Jesus in mein Herz aufzunehmen war die wichtigste und beste Entscheidung meines Lebens. Johannes 1,12: So viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.




Hans-Jörg (61)


Mein Name ist Hans-Jörg; ich bin 61 Jahre alt. Ich möchte dir heute erzählen, wie ich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen bin. Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, wo Religion oder Glaube keine grössere Rolle gespielt haben. Trotzdem betete ich mit meiner Mutter jeden Abend vor dem Schlafengehen. Obwohl es ein Ritual war, habe ich mich immer auf dieses Gebet gefreut. Es hat in mir bewirkt, dass ich von frühster Jugend an nie Zweifel daran hatte, dass es einen Gott gibt und dass dieser Gott meine Gebete hört und erhört. Als ich Teenager wurde, beschäftigte mich die Frage nach dem Woher, Wohin und Warum des Lebens stark. In der Sekundarschule hatte ich einen atheistischen Lehrer, welcher sein Weltbild nicht zurückhielt. Obwohl er mir meinen Glauben an Gott ausreden wollte und mir rein intellektuell auch weit überlegen war, nahm mein Glaube an Gott dabei keinen Schaden, im Gegenteil. Als Reaktion auf diese Auseinandersetzung fing ich an, die Bibel zu lesen, und es wuchs in mir die Gewissheit, dass dieses Buch die Offenbarung Gottes an uns Menschen ist, dass es die Wahrheit Gottes für uns Menschen enthält. Obwohl ich die Bibel in weiten Teilen nicht verstand, betrachtete ich mich von dieser Zeit an doch als Christ. Trotz meiner Beschäftigung mit dem christlichen Glauben blieb in meinem Herzen ein Vakuum. Ich hatte keinen Frieden. Die Frage nach dem Sinn meines Lebens war weiterhin ungeklärt, ebenso die Frage nach dem Leben nach dem Tod. Ich glaubte zwar mit meinem Kopf an Gott, aber er blieb mir ein Unbekannter. Ich nahm an, dass es ihn gab, aber ich kannte ihn nicht. Im Sinne einer 100%igen Gewissheit wusste ich nicht, ob es ihn gibt. Mein Glaube, wie er damals war, erfüllte mein Herz nicht. Er bewirkte in mir keinen Frieden. Obwohl ich als junger Mann keine Not hatte und ich allen Grund zur Zufriedenheit gehabt hätte, war ich dennoch nicht glücklich. Wie konnte ich auch glücklich sein, wenn ich nicht wusste, warum ich lebte, und wenn ich nicht wusste, was mich nach dem Tod erwarten würde. Es quälten mich auch verschiedene Dinge in meinem Leben, von welchen ich wusste, dass ich damit vor dem Gott der Bibel nicht bestehen konnte. Ich versuchte darum immer wieder mich selbst zu beruhigen, indem ich dachte, dass dieser Gott mir wohl schon gnädig sein würde. Es tauchten dann aber immer sofort Gedanken auf, die mich fragen liessen: «Bist du sicher, dass das gut kommt? Ist diese Hoffnung, dass es für dich zur Seligkeit reicht, nicht ein wenig vage?» Und ich musste dann immer zugeben: «Ja, ich bin nicht sicher, dass es reicht. Ja, es ist eine sehr vage Hoffnung, dass Gott mir meine Schuld nicht anrechnen würde.» Dann habe ich versucht, mein Leben in Ordnung zu bringen und gewisse Dinge, von denen ich wusste, dass sie nicht gut waren, nicht mehr zu tun. Ich bin dabei jämmerlich gescheitert. Ich habe keine Bank ausgeraubt und niemanden umgebracht, aber in meinem Herzen waren Dinge, die ich beseitigt haben wollte, von denen ich wusste, dass sie Sünde sind, aber ich schaffte es nicht. Und so wusste ich: Wenn du so bleibst, wie du bist, bis du stirbst, musst du damit Gott begegnen und vor ihm bestehen. Und es wurde mir klar: Das kann nicht gut gehen. Selbstbetrug ist in dieser Frage ein zu grosses Risiko. Im Militärdienst traf ich dann einen Menschen, der von sich bezeugte, dass er Christ sei. Nun, ich dachte zuerst «Das bin ich ja auch.» Bald aber merkte ich, dass dieser Christ etwas hatte, was mir fehlte. Er hatte eine 100%ige Gewissheit über der Gegenwart Gottes in seinem Leben. Er sprach von «Jesus, seinem Herrn», und ich merkte, dass er eine Beziehung zu diesem «Jesus» hatte. Ich merkte, dass sein Glaube lebendig war, im Gegensatz zu meinem Glauben, welcher eine rein intellektuelle Kopfsache war, ohne dass ich deswegen eine Beziehung zu Gott gehabt hätte. Und warum Jesus mein Herr sein sollte, verstand ich schon gar nicht. Nach dem Militärdienst trennten sich unsere Wege. Ich lass dann aber um so mehr in der Bibel und hatte so viele Fragen, dass ich nach ca. 21/2 Jahren diesen Christen wieder aufsuchte. Ich war damals 23 Jahre alt. Er erklärte mir darauf aus der Bibel, dass es völlig normal ist, dass ich keine Beziehung zu Gott hätte, weil jeder Mensch von Geburt an durch die Sünde von Gott getrennt ist. Er erklärte mir weiter, dass aber genau darum Jesus Christus als Mensch in diese Welt gekommen ist, um für mich stellvertretend am Kreuz von Golgatha Gottes Gericht über meine Sünde zu tragen. Ich verstand, dass mir in Jesus als einem Geschenk der Gnade durch die Annahme seines Opfers persönliche Vergebung vor Gott zuteil werden konnte und dass diese Vergebung in Jesus überhaupt erst die Voraussetzung für eine Beziehung zu Gott ist. Am 7. März 1982, es war ein Sonntagabend, habe ich in einem einfachen Gebet Jesus Christus als meinen persönlichen Erlöser angenommen. Ich dankte ihm, dass er für mich am Kreuz gestorben ist und dort meine Schuld vor Gott getragen, aber auch beseitigt hat. Nach diesem Gebet durchströmte ein tiefer Friede mein Herz, und ich war von diesem Moment an absolut sicher, dass Gott mich in Jesus Christus angenommen hatte und dass ich damit Vergebung meiner Sünden und ewiges Leben bei Gott hatte. Ich hatte eine sehr grosse Freude. Meine Leere im Herzen mitsamt der Sinnfrage und der Frage nach dem Leben nach dem Tod waren von diesem Moment an weg. Ich wusste, dass mein Sinn von nun an ein Leben mit und für Gott sein würde und dass ich nach dem Tode – dank dem Werk Jesu auf Golgatha – bei Gott sein würde. Diese Gewissheit und die Freude darüber haben mich nun seit 38 Jahren nicht eine Sekunde verlassen. Es ist mir völlig klar, dass ich so etwas nicht durch Einbildung produzieren kann, sondern dass es das Zeugnis des Geistes Gottes in meinem Leben ist. Ich wünsche darum jedem Leser dieser Worte, dass er sich auch als verlorenen Sünder vor Gott erkennen kann, dabei aber nicht stehen bleibt, sondern sich an Jesus, den von Gott gegebenen Retter, wendet und die Rettung in ihm annimmt. Jesus Christus ist auch für dich am Kreuz von Golgatha gestorben. «Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden…» (Apostelgeschichte 16.31).